alte und neue Preise

Wer hebt schon alte Wochenend- Werbung auf und vergleicht die Preisentwicklung über die Jahre hinweg. Zufällig ist uns eine solche Werbebotschaft aus dem Jahr 1999 in die Hänge gekommen. Natürlich haben wir die Möglichkeit genutzt, alte und neue Preise zu vergleichen. Die Bilanz ist ernüchternd, wie die nachfolgenden Bild- Beispiele zeigen.

Schweinekamm_1

Philadel

Rosterl

Milch

Butter

Unser Kommentar dazu:
Die Anforderungen der Verbraucher an Qualität und Haltungsbedingungen steigen. Mehr „Tierwohl“ wird gewünscht, und „Massentierhaltung“ verteufelt. Auf politischer Ebene oder von NGO (Nichtregierungsorganisationen), entweder buhlend um Wählerstimmen oder um Spendengelder, werden dem Verbraucher diese Wünsche zugetragen. Klar, hört sich ja auch vernünftig an. Aber die ganze Wahrheit wird verschwiegen, nach dem Motto …lasst euch duschen ohne nass zu werden…
Wie soll der Landwirt reagieren?
Es ist bekannt, dass Kosten steigen. Der Begriff „Inflation“ sagt etwas über Preissteigerungen aus. Preissteigerungen werden in der normalen Wirtschaft an den Endverbraucher weitergeben. Einfach ausgedrückt, Arbeiter streiken für 6% Lohnerhöhung, dass Auto wird teurer.
In der Landwirtschaft sinkt seit Jahren der Anteil des Landwirtes am Verkaufserlös. Die Margen oder Gewinne der großen Handelsketten steigen zu Lasten der Landwirte. Da keine Hilfe zu erwarten ist, muss der Landwirt effektiver produzieren. Die Technik und die Stallanlagen werden größer, der Konzentrationsprozess beschleunigt sich. Der Landwirt muss von seiner Wirtschaft leben können, Löhne bezahlen und die Steigerung der Produktionskosten ausgleichen.
Die Preisentwicklung der letzten Jahre ist aus den Fugen geraten. Denken Sie mal darüber nach, wenn Ihnen das nächste Mal jemand seine Wünsche zur Landwirtschaft aufzählt.